Tim Holthaus/ Februar 8, 2020/ Bicycle/ 0 comments

Projektbeschreibung

Das Projekt Sicherheit im Radverkehr (kurz: SimRa) der TU Berlin wird im Rahmen der Citizen-Science-Initiative gefördert. Ziel ist es, die Hauptverkehrsflüsse auf Fahrrädern sowie die bei der Abwicklung dieser Störme entstehenden Gefahrensituationen zu identifizieren.

Dazu entwickelte das Fachgebiet Mobile Cloud Computing eine Tracking-APP, die GPS-Daten und Daten der Beschleundigungssensoren anonym aufzeichnet. Neben den allgemeinen Informationen zur fahrenden Person (Alter, Geschlecht, Erfahrung, …) wird nach jeder Fahrt abgefragt, ob es eine Gefahrensituation gab und mit welchem Fahrradtyp die Strecke zurückgelegt wurde. Die Gefahrensituation kann anschließend beschrieben werden (Beteiligte andere Verkehrsteilnehmer, Art der Gefahrensituation, …).

Mit Hilfe dieser Daten können Infrastrukturdefizite gemeldet, analysiert und anschließend aufbereitet und an die Verwaltung/Politik kommuniziert werden. Radfahrenden bietet sich somit die Möglichkeit, Probleme aufzuzeigen und somit aktiv zur Verbesserung der Radfahrsituation beizutragen.

Mitmachen und gemeinsam etwas bewegen

Seit Anfang Februar ist das Bergische Städtedreieck (Wuppertal/ Remscheid/ Solingen) und seit MItte Februar auch die Stadt Düsseldorf (inkl. Umland) Teil des Projektes. Die APP (iOS und Android) kann direkt über die Projekthomepage oder über die jeweiligen APP-Stores bezogen werden.

Eine Anleitung zur Einrichtung ist in der APP selbst hinterlegt. Zudem bietet natenom eine weitere Anleitung.

Falls ihr Lust habt als User mitzumachen, ihr euch bei der Auswertung der Daten beteiligen wollt oder Fragen zur APP bzw. weitere Anregungen habt, meldet euch gerne direkt bei mir.

Datenschutz und Datenbezug

In der APP selber habt ihr die Möglichkeit den Start und das Ende des Tracks zu beschneiden. Dazu können auch Standardwerte in den Einstellungen festgelegt werden. Auch wenn ihr eure einzelnen Fahrten seht, werden die übermittelten Fahrten nicht mit eurer Person oder eurem Handy in Verbindung gebracht. Übermittelt ihr z.B. drei Tracks, kann niemand an den Tracks erkennen, dass diese von der selben Person erzeugt wurde.

Nach der medialen Berichterstattung (s.u.) wurde zum Teil unterstellt, dass die Daten kommerziell verwertet werden sollen, bzw. die Daten nur zum Zwecke der “Geldmacherei” gesammelt werden. Dies ist nicht so. Die Daten werden sukzessive alle auf github veröffentlicht. Für Berlin sind bereits Datensätze vorhanden und für jeden zugänglich. Voraussetzung dazu ist, dass mehrere Personen tracks erzeugen. Dies ist eine zusätzliche Sicherheit zu eurem Datenschutz.

Aktuelle Nachrichten und Hinweise

Hier werden Informationen zur APP und Aktuelles zum Projektverlauf im Bergischen Städtedreieck folgen. Updates werde ich zudem auf meinem Twitteraccount veröffentlichen.

10.02.2020: ANDORID 10 – Speicherberechtigung (Stand 09.03.2020: gefixed)

Damit Tracks aufgezeichnet und die Kacheln der Hintergrundkarte geladen werden können, muss unter Android 10 die Berechtigung für den Speicherzugriff noch manuell gesetzt werden. Dazu einfach das App-Icon gedrückt halten, auf “App-Details” klicken und unter Berechtigungen den Speicher aktivieren. An einem Fix wird gearbeitet.

IN THE MEDIA

2020
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